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Echtheits - Check Louis Vuitton

Muster

Die berühmten Monogramm-Canvas-Taschen bestehen nicht – wie oftmals angenommen – aus Leder, sondern aus mit Vinyl beschichtetem Leinen. Die Oberfläche ist eher matt, sehr flexibel und hat eine leichte Struktur. Bei Fälschungen ist das Material oft glänzend (Kunststoff), starr und rau.

Bei näherem Hinsehen stellt sich heraus, dass das senfgelbe Monogramm linienartig von unten links nach oben rechts aufgetragen ist.

Bei Fälschungen (Bild unten) ist das Monogramm meist glattflächig, unregelmässig und/oder in kleinen Punkten aufgetragen.

Fälschungen können auch an der Farbgebung erkannt werden: Sie wirken oft leicht rötlich (anstatt gelblich).

Das Monogramm ist symmetrisch angebracht: Dies fällt z. B. an Nähten besonders auf: Das "LV" ist – sofern vermeidbar * – nie angeschnitten.

* Nicht vermeidbar ist ein Anschneiden des "LV" z.B. bei asymmetrischen Taschen, wie beispielsweise der petit Bucket, der Sac Shopping etc.

In der Regel sind also an den Rändern und in Nähe des Reissverschlusses immer die "Blumen" angebracht/abgeschnitten. Fast nie jedoch das LV.

Monogram Multicolor:

Das Monogramm Multicolore oder auch „Multicolor“ genannt, wurde 2003 vom japanischen Künstler Takashi Murakami designt und besteht aus 33 unterschiedlichen Farben, die auf weissem oder auch auf schwarzem Hintergrund erhältlich sind.

Die Taschen in Multicolor blanc [weiss] sind innen immer in einem Rot, beinahe Weinrot ausgelegt.

Die Taschen in Multicolore noir [schwarz] sind innen immer mit dunkelgrauem Alacantra-Leder ausgelegt.

Fälschungen des Multicolor-Musters, bestehen häufig nur aus 5-6 Farben, daher ist es nicht sehr schwer, ein Plagiat zu erkennen.

Logo/Hot Stamping:

Dieser Druck muss mind. 1 Mal bei der gesamten Tasche vorkommen:

®
LOUIS VUITTON
PARIS
made in France
(oder Spain oder USA oder Malletier)

Die Schreibweise (alle Worte auf einer Seite oder auf beide Taschenseiten verteilt) kann dabei je nach Alter der Tasche unterschiedlich sein. Auf dem ersten Bild ist eine sehr seltene Prägung (Louis Vuitton Malletier) ersichtlich. Diese Taschen sind in der Regel aus den frühen 80er Jahren und haben noch andere Merkmale, die im Vergleich zu den neuen Taschen abweichen (z.B. Ist auf dem obigen Bild das "LV"-Monogramm angeschnitten. Bild 2 zeigt eine eher seltene "Nährichtung"- (keine horizontale Naht über dem hot stamp) sowie eine andere Schriftart des hot stamps. Bei den obigen Beispielen handelt es sich um durch Louis Vuitton bestätigte Originale.

Der "Druck" ist (meist im Leder punziert/eingestanzt) bei Portemonnaies oder einzelnen farbigen EPI Leder Taschen (vgl. Bild unten) jedoch auch schon einmal gestempelt. Er befindet sich immer genau mittig, es zeigen sich keine ausgelaufenen Ränder oder schiefe Ausrichtungen. Die Ausrichtung (nach rechts oder links schauend) sowie die Schriftart können jedoch abweichen.

Seriennummer / Modellnummer /Datacodes:

Hierzu herrscht oft Verwirrung. Jede Louis Vuitton-Tasche hat eine Modellnummer. Diese ist schlicht eine Art Seriennummer / Artikelnummer und kennzeichnet z.B. ein "Sac Noe Monogram PM". Die Nummern beginnen in der Regel mit einem "M", gefolgt von fünf Ziffern, beispielsweise M53151. Diese Nummer ist auf der Tasche nicht zu finden, wird jedoch auf der Rechnung ausgewiesen. Ebenfalls ist diese Nummer auf der Louis Vuitton-Site bei den jeweiligen Modellen angegeben (REF).

Ab den frühen 80er Jahren begann Louis Vuitton Datacodes einzuführen.

Diese bestehen ab 1990 in der Regel (Ausnahmen siehe unten) aus zwei Buchstaben (oder A1/A2), gefolgt von vier Ziffern.

Die beiden Buchstaben kennzeichnen, wo die Tasche hergestellt wurde (unvollständige Liste):

  • made in France: A1, A2, AN, AR, AO, AS, AC, BA, BJ, CA, CT, DU, FL, FR, LW, MB, MI, NO, ND, RA, RI, SD, SL, SN, SP, TH, VI, VR
  • made in U.S.A: FH, FF, OS, SD
  • made in Spain: CA, LB, LM, LO
  • made in Italy: SA, MA

Die 4 Ziffern kennzeichnen wann die Tasche hergestellt wurde:

Die ERSTE und DRITTE Ziffer steht für den Monat, die ZWEITE und VIERTE Ziffer für das Jahr, in welchem die Tasche hergestellt wurde.

Die erste Ziffer muss also eine Eins oder Null sein. Die zweite ein Neun, Null oder Eins, die dritte eine Eins oder Zwei, die vierte eine Null bis Neun.

(Bei ganz neuen Taschen ergeben die Ziffern der ersten und dritten Zahl die Kalenderwoche der Herstellung und nicht mehr, wie hier oben beschrieben, den Kalendermonat).

Beispiele:

Diese Tasche wurde in Frankreich (BA) im November (11) des Jahres 2000 (00) produziert.

Diese Tasche wurde in Frankreich (AR) im Juni (06) 1996 (96) produziert.

Diese Tasche wurde in Frankreich (AR), im April (04) 1995 (95) produziert.

Diese Tasche hat einen für "ältere Taschen" typischen Datacode (80er Jahre) welcher von den neueren Codes abweicht. Diese Tasche wurde in Frankreich (A2) im Juli (07) 1989 (89) produziert.

Diese Tasche wurde in Frankreich (A2) 1989 (89), im Monat Oktober (10) produziert.

Der Datacode ist eher versteckt angebracht. In einer Innentasche oder der Innenseite eines Schulterriemens etc.

Wir fotografieren in der Regel den Datacode aller Taschen. Damit ist sofort ersichtlich, wann die Tasche hergestellt wurde.
Jede Tasche, welche nach 1990 hergestellt wurde, verfügt über einen Datacode. Manchmal ist dieser jedoch durch die Veränderungen am Leder (Feuchtigkeit, Patina, Schürfungen) nicht mehr eindeutig lesbar. Interessanterweise sind die Codes bei neueren Taschen eher "leichter" ins Leder punziert und verlieren ihre Lesbarkeit daher schneller als diejenigen von älteren Taschen.

Ältere Taschen habenteilweise keinen Code, resp. kann dieser NICHT nach den oben beschriebenen Regeln abgelesen werden – siehe Beispiel oben. Möglich sind auch dreistellige Codes, wie 811 oder ähnliche.

SEHR ausführliche Informationen zu den alten wie neuen Datacodes, sowie zu welchen einzelnen Materialen und Modellen welche Datacodes gehören, finden Sie hier:  http://forum.purseblog.com/date-codes/date-code-made-in-information-and-locations-183525.html

Nähte:

Die Nähte der Monogram Canvas-Taschen haben eine ganz eigene senfgelbe Farbe (vgl. Bilder oben), diese präzise Farbe besitzen viele Fälschungen nicht, sie stammt vom Bienenwachs, mit welchem die Louis Vuitton-Nähte umhüllt sind (auch wichtig für die Langlebigkeit der Taschen).

Einzelne farbige Modelle in Epi-Leder haben Nähte, welche Ton-in-Ton mit dem Epi-Leder abgestimmt oder auch schwarz sind.

Echte Louis Vuitton-Taschen zeichnen sich durch eine perfekte Verarbeitung aus. Es gibt also keine schiefen Nähte, verknoteten Fäden, krumm eingenähte Etiketten oder etwas in der Art.

Lederteile:

Die Henkel und Lederteile einer Louis Vuitton-Tasche, bestehen aus unbehandeltem Rindsleder, welches durch Regen, Sonne und alltäglichem Gebrauch nachdunkelt (patiniert). Bei Fälschungen bleiben die Lederteile meist hell und/oderdiese aus Schafsleder, welches bereits am (strengen) Geruch identifiziert werden kann.

Die Enden/Kanten der Lederteile und Henkel sind weinrot eingefärbt.

Bei Fälschungen sind diese Kanten oft grell, orange, doppelfarbig oder gar nicht eingefärbt.

Diverses:

Ältere Modelle (sog. Vintage-Taschen) sind teils sehr schwer zu beurteilen. So wurden bei Modellen aus den 80er Jahren beispielsweise noch Reissverschlüsse der Marke "Eclair" oder "YKK" verwendet.

Reissverschlüsse älterer Modelle:

Reissverschlüsse neuerer Modelle:

Gelegentlich werde ich nach dem Verkauf einer Tasche von verunsicherten Kundinnen kontaktiert, deren Freundin oder Bürokollegin auf dieses oder jenes aufmerksam gemacht habe, was eine Tasche als Fälschung entlarven soll.

Bisher hat sich noch NIE eine solche Vermutung bestätigt, dennoch möchte ich eine Sammlung dieser falschen UN-Echtheitsmerkmale zusammenfassen, welche oft als Fälschungsmerkmale gesehen werden, aber NICHT gesichert eine Fälschung entlarven, sondern auch bei echten Taschen vorkommen können:

  • Reissverschlüsse anderer Marken als LV (z. B. Eclair oder auch YKK). Bis in die späten 80er Jahre benutzte Louis Vuitton noch diese Marken (siehe oben).
  • Taschen ohne Datacode oder einen dreistelligen Datacode. Louis Vuitton führte die wie oben beschreiben zu entschlüsselnden Datacodes erst in den 90er Jahren ein. Ältere Taschen haben häufig andere Auszeichnungen (SD 882, SA 881) oder keine Codes (siehe auch oben).

  • Stoffetiketten im inneren der Tasche (Diese wurden in den 80er Jahren z.B. bei den Necessaires verwendet).
  • LV-Monogramm, welches "auf dem Kopf" steht. Dies ist bei Taschen mit durchgehendem Canvas unvermeidbar (z.B. Speedy, Keepall) und kein Hinweis auf eine Fälschung.

  • Angelaufene Messingteile; dies geschieht bei allen Messingteilen nach einer Weile. Mit einem Messingreiniger kann dies behoben werden.

(poliert)    (angelaufen / unpoliert)

  • Innentasche, die klebrig ist und/oder sich löst. Leider gibt es eine Reihe von Louis Vuitton-Produkten, deren Innenmaterial nach einer gewissen Zeit (und wohl im Zusammenhang mit der Luftfeuchtigkeit) klebrig wird und sich löst (z.B Riviera. Bucket, manche Pochettes/Necessaires). Louis Vuitton repariert übrigens sämtliche Originalprodukte. So kann eine komplett neue Innentasche gefertigt werden (kostenpflichtig).
  • Speedy/Keepall weisen keine Innentasche auf: Bis in die 90er Jahre haben beide Taschenmodelle keine Innentaschen.
  • Noè haben keinen D-Ring. Diese wurden erst Mitte der 90er Jahre eingeführt. Vorher hatten die Epi Noé`s eine Innentasche mit Reissverschluss. Davon wurde später abgesehen, da diese Innentasche (zu schwer befüllt) die Tasche aus der Form bringt. Monogram Noé`s hatten bis dahin weder Innentasche noch D-Ring.


Mit/ohne Innentasche, Innentasche in Schwarz oder Ton-in-Ton mit der Aussenfarbe. Alle Varianten wurden in allen Epi-Farben produziert.

  • Monogram Canvas Noé-Taschen bekamen ab den frühen 90er Jahren einen D-Ring:

    Davor hatten diese Taschen weder D-Ring noch Innentasche:

Sie können alle Taschen in jedem Louis Vuitton Geschäft überprüfen lassen.

Es existiert das Gerücht, dass Louis Vuitton-Personal befugt und angehalten ist, Fälschungen einzuziehen. Eine solche Praxis ist mir in der Schweiz nicht bekannt und wurde auf Nachfragen beim Verkaufspersonal in Zürich verneint.

Weiter habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Verkaufspersonal von Louis Vuitton mit der Echtheitsbestimmung von älteren (Vintage-) Taschen teils Mühe hat. Da lohnt es sich, hartnäckig auf eine erfahrenere Person zur Zweitbeurteilung oder notfalls auf das Einschicken ins Werk Paris zu bestehen. Eingeschickte (echte) Taschen erhalten meines Wissens ein Echtheitszertifikat.

Louis Vuitton-Verkaufspersonal darf Fälschungen nicht schriftlich bestätigen. Dies ist dann ärgerlich, wenn man sich mit der eigenen Bezugsquelle nicht einigen kann und gerichtlich vorgegangen werden muss. Da wir eine Geld-zurück-Garantie bieten, werden Ihnen solche Probleme bei uns nie begegnen.

Ergänzungen und Korrekturen zu dieser Auflistung nehme ich sehr gerne entgegen!

Last but not least: ich bin von ganzem Herzen gegen Fälschungen / Plagiate / Replikas!!